Erkunde die historischen Kirchen und die Synagoge von Alkmaar und entdecke das reiche religiöse Erbe, die Architektur und die Geschichte dieser besonderen Gebäude.
Das Gebäude mit seiner schlichten Außenfassade wurde 1658 an der Stelle einer hölzernen Getreidescheune errichtet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts durften nur die Kirchen der offiziellen reformierten Staatskirche auf Plätzen stehen sowie Türme und Glocken haben.
Bauzeit/Baujahr und Stil
1658
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Fnidsen 35-39, centrum
Die römisch-katholische St.-Laurentius-Kirche ist eines der frühesten Werke in Nordholland des berühmten Architekten Pierre Cuypers aus Roermond. Sie ist auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes gebaut. Auffällig sind die Strebebögen an der Außenseite, die den Seitendruck der hohen, schweren Mauern auffangen.
Bauzeit/Baujahr und Stil
1859–1861, Neugotik
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Reich verziertes Rosettenfenster aus Limburger Mergelstein über dem monumentalen Eingangsportal
Farbige Wandmalereien über das Heilige-Blut-Wunder von Alkmaar
Gemalte Kreuzwegstationen und Buntglasfenster
Im Obergaden des Kirchenschiffs (Triforium) eine Reihe durchbrochener Reliefs mit Symbolen der vier Evangelisten, der vier westlichen Kirchenväter, der zwölf Apostel und des hl. Laurentius
Großes Triumphkreuz von 1862
Alte Kirchenbänke, 2012 dem heutigen Sitzkomfort angepasst
Die Orgel ist in Gebrauch
Verdronkenoord 68, centrum
Wenn man im Inneren steht und nach oben schaut, sieht man ein schönes hölzernes Tonnengewölbe mit einem erhöhten Mittelfeld. Außerdem gibt es eine prächtige Kanzel, gestiftet vom Gemeindemitglied Daniël Rademaker, dessen Wappen darauf zu sehen ist. Die Bänke sind im gleichen Stil gefertigt. Die Orgel wurde vermutlich von Pieter Müller gebaut, dem Sohn des bekannten Orgelbauers Christian Müller.
Bauzeit/Baujahr und Stil
1692
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Verborgene Kirche
Spitzbogenfenster
Prunkvolles Interieur
Reich geschnitztes Windfangportal von 1695 (Seiteneingang Oudegracht)
Orgel von 1754
Schwan auf der Orgel: Symbol für Luther und die Lutheraner
Schlussstein mit Baujahr über dem Eingang
Historischer Verein Alkmaar mit Ausstellung vor Ort
Oudegracht 187, centrum
Die Waage wurde ursprünglich als Heilig-Geist-Spital mit Kapelle erbaut. Es diente als Krankenhaus für Arme, und Pilger konnten dort auf ihrer Reise übernachten. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude zur Waage umgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs der Waagplein: Im 17., 18. und 19. Jahrhundert wurden mehrere Wohnhäuser abgerissen, um den Platz zu vergrößern. Der Käse, der hier gehandelt wurde, stammte vom umliegenden Land.
Heute sind die größten Abnehmer nicht mehr die regionalen Kunden, sondern Länder wie Deutschland, England, die USA und Japan. Diese Länder stellen auch die größte Touristengruppe, der der Käsemarkt sein Fortbestehen verdankt. Von Mitte April bis Mitte September ertönt jeden Freitag um 10:00 Uhr die Glocke als Startsignal des Marktes, und die Käufe werden mit dem traditionellen Handschlag besiegelt.
Bauzeit/Baujahr und Stil
Ursprung 14. Jahrhundert; Waage 1582; Fassade 1884 erneuert, Renaissance
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Käsemuseum mit der Ausstellung „von der Kuh zum Käse“
Die Waage stand ursprünglich neben dem heutigen Standort
Unter dem Vordach erkennt man den ursprünglichen Chorumriss der Kapelle, in der sich einst der Hochaltar befand
Prunkfassade mit Kacheltableau
Het huidige Waaggebouw, Waagplein 3, centrum
Dies ist eine der ältesten mennonitischen Steinkirchen des Landes. Sie wurde 1617 auf Initiative des berühmten Predigers Hans de Ries errichtet. Wie andere Alkmaarse Versteckkirchen erhielt auch sie ein hölzernes Tonnengewölbe.
Im 19. Jahrhundert wurden Gebäude und Ausstattung stark verändert. 1854 entwarf der spätere Stadtarchivar C.W. Bruinvis eine neue neoklassizistische Fassade mit Rundbogenfenstern.
Bauzeit/Baujahr und Stil
Ursprung 1617, Fassade 1854, Neoklassizismus
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Neoklassizistische Orgel-Front von 1819
Dahinter eine Flaes-Orgel von 1866
Bänke mit neugotischen Details
Farbgestaltung im Kirchenraum
Ursprünglich verborgen hinter Häusern an der Koningsweg (später abgerissen)
Backsteinmauern mit Holzstützen
Originale gelbe Backsteinmauer an der Westseite teilweise noch erhalten
Koningsweg 12, centrum
Zur Bauzeit der Kapelkerk war die Laat noch Wasser. Der Haupteingang befindet sich deshalb an der kurzen Fassade zur Kapelsteeg. Auch das gegenüberliegende Gebäude Het Landwijf hat aus demselben Grund den Eingang in dieser Gasse.
1760 wurde das Gebäude durch einen Brand beschädigt. Dabei ging das mittelalterliche hölzerne Tonnengewölbe verloren. Es wurde durch das heutige Stuckgewölbe mit erhöhten Feldern ersetzt.
Eine Nachbarin war so froh, dass ihr Haus verschont geblieben war, dass sie der Kirche eine Kanzel stiftete.
Ende 2002/Anfang 2003 fanden hier archäologische Untersuchungen statt. Rund zwanzig Gräber wurden geborgen. Einige Särge stammten aus der Zeit um 1579, einer nach 1460 und ein weiterer nach 1461.
2004 wurde die Kirche umfassend restauriert. Dabei wurde die Orgel überarbeitet und das Orgelgehäuse wieder in den ursprünglichen Farben marmoriert und holzgemasert gestrichen.
Bauzeit/Baujahr und Stil
Ca. 1500–1540; 1707 auf der Seite zum Verdronkenoord erweitert
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Bankblock im Louis-XIV-Stil mit geschwungenen Akanthusblättern
Gewölbe, hölzerne Kanzel und Orgelgehäuse mit Rokoko-Verzierungen
Buntglasfenster von W. Bogtman (1924–1942)
Kapelsteeg 3, centrum
Die Kirche wurde am 1. Januar 1910 eingeweiht. Entworfen wurde sie vom Rotterdamer Architekturbüro der Brüder Margry und Snickers, berühmte Kirchenbauer und Schüler von P.J.H. Cuypers. Einer von ihnen hatte bereits 1879 die St.-Laurentius-Kirche in Oudorp entworfen. 2006 erhielt das Gebäude eine innere Umgestaltung und wird heute zu Wohnungen umgebaut.
Bauzeit/Baujahr und Stil
1910, Neugotik
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Bronze-Statue „Christus König“ von 1948 vor dem Eingang
Buntglasfenster, am besten von innen zu betrachten
14 Kreuzwegstationen (1927) von Matthieu Wiegman, gestickt von einem Gemeindemitglied der (abgerissenen) Don-Bosco-Kirche
Zwei Buntglasfenster aus der Don-Bosco-Kirche hinter den Stühlen
Nassaulaan 2, zuid
Seit 2011 befindet sich die Synagoge im Besitz der Stiftung Synagoge Alkmaar. Zuvor wurde sie ab 1952 von der Baptisten-Gemeinde genutzt.
Am 10. Mai 1604 erlaubte der Alkmaarse Stadtrat als erste Stadt in Holland den Juden die freie Niederlassung. 1744 erhielten sie die Freiheit der Religionsausübung. Lange Zeit trafen sie sich in Haussynagogen, bis 1802 das Geburtshaus von Cornelis Drebbel (1572–1633), dem berühmten Alkmaarse Kartographen und Erfinder, in der Hofstraat gekauft wurde.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete das Ende der Nutzung als Synagoge.
Bauzeit/Baujahr und Stil
Fassade 1844
Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes:
Hofstraat 15, centrum